Herausgeber/-in Gabriela Fenyes
Herausgeber/-in Barbara Guggenheim
Herausgeber/-in Judith Landshut

Das Jüdische Kochbuch aus Hamburg.
The Jewish Cookbook from Hamburg.

288 Seiten
85 Farbabbildungen
deutsch / englisch
Broschur mit Fadenheftung und Lesebändchen
Format 17 x 24 cm
ISBN 10: 3-86218-109-X
ISBN 13: 978-3-86218-109-4
23.00 €
September 2018 (2. Auflage)



Seit über 400 Jahren leben Juden in Hamburg. Noch heute erinnern zahlreiche Orte im Stadtbild an ihre wechselvolle Geschichte, die mit dem Nationalsozialismus endete. Diejenigen, die rechtzeitig fliehen konnten und, über den Erdball verstreut, ein neues Zuhause fanden, haben Hamburg nie vergessen – genauso wenig wie die alten Rezepte, nach denen in ihren Familien gekocht und gebacken wurde. Sie gaben sie an ihre Nachfahren weiter: das Rezept für den Butterkuchen mit seinem unvergesslichen Geschmack oder das für die süß-saure Rote Grütze, für traditionelle jüdische Rezepte wie Hühnersuppe mit Mazzeknödeln oder Gehackte Leber …

Heute gibt es wieder jüdisches Leben in Hamburg. Juden aus den verschiedensten Ländern lassen sich erneut in der Hansestadt nieder und kochen Speisen aus ihren Herkunftsländern: Persisches Kräuteromelette, russischen Borschtsch, Aargauer Rüeblitorte … Das »Jüdische Kochbuch aus Hamburg« hat all diese Rezepte gesammelt und sie mit Anekdoten und Biografien bereichert. So entsteht ein traditionelles und gleichzeitig modernes multikulturelles »Cookbook«.

Die Herausgeberinnen: Gabriela Fenyes arbeitete als Journalistin und war viele Jahre Vorstandsmitglied der Jüdischen Gemeinde in Hamburg. Barbara Guggenheim, geboren in Zürich, war Literaturagentin und ist Gründungsmitglied des »Jüdischen Salon am Grindel«. Judith Landshut entstammt einer traditionsreichen jüdischen Familie aus der Tschechoslowakei und war viele Jahre in der Jüdischen Gemeinde in Hamburg tätig.

»Es erscheint auf deutsch und englisch zwar erst im Oktober, macht aber jetzt schon von sich reden: ›Das jüdische Kochbuch aus Hamburg‹ […] Auf das traditionelle und gleichzeitig moderne ›Cookbook‹ darf man gespannt sein.«
D. Gehm, Hamburger Wochenblatt

»Gerichte mit Geschichte. Drei Hamburgerinnen haben Rezepte gesammelt, entstanden ist ein kulturhistorisches Werk. Die Idee zu einem gemeinsamen Kochbuch hatten Barbara Guggenheim, Judith Landshut und Gabriela Fenyes bereits vor mehr als zwei Jahren. Es ging ihnen darum, mit den Rezepten aus aller Welt ein Stück verloren gegangener Kultur zurück an die Elbe zu holen. […] Gefunden haben die Autorinnen ihre Rezepte durch einen weltweiten Aufruf an ehemalige Hamburger Juden, und die Resonanz war überwältigend. Viele Angehörige der damaligen Migranten hatten ein Interesse daran, das gesammelte Küchenwissen zu bewahren und auch wieder mit seinem Herkunftsort zu verbinden. ›Wir wollten, dass die damalige jüdische Bevölkerung Hamburgs in allen Facetten vertreten ist‹, sagt Guggenheim. Jedes Rezept, das schließlich seinen Weg in das Buch fand, wird begleitet von einer kleinen Biografie der Urheber und oft einer Anekdote zum Gericht.«
M. Piehler, Jüdische Allgemeine

»Von Gefiltem Fisch bis zu orientalischem Lamm mit Backobst: Das ›Jüdische Kochbuch aus Hamburg‹ garniert gute Rezepte mit Familienanekdoten … ein ungewöhnliches, schönes Buch, das zweisprachig auf Deutsch und Englisch verfasst wurde, damit auch die nicht mehr Deutsch sprechenden Nachfahren die Texte verstehen und die Rezepte nachkochen können. Es sind vor allem die liebevoll erzählten Erinnerungen, Zeichnungen und Abbildungen alter Rezeptsammlungen, die dieses Buch zu einem besonderen Lesevergnügen machen. … Ungewöhnlich ist übrigens auch die Aufmachung des Buches: bis auf eine Ausnahme kommt es ohne Abbildungen der Speisen aus, und dann auch noch als größeres Taschenbuch ohne Hochglanzpapier. Funktioniert das? Ja, bestens!«
K. Jungclaus, WELT

»Rezepte auf Reisen. … Die Herausgeberinnen haben kein Kochbuch im klassischen Sinn geschaffen. Sie haben mit den Rezepten und knapp beschriebenen Biografien die jüdische Lebenswelt im frühen 20. Jahrhundert eingefangen. … Illustriert ist das Kochbuch mit vielen Faksimiles aus alten Kochbüchern, teils in Sütterlin-Schrift, mit alten Zeichnungen einer Seder-Haggada von 1712 und Fotos. Ein Glossar ergänzt Das jüdische Kochbuch aus Hamburg und macht es nicht nur zu einem wichtigen Küchenhelfer, sondern vor allem zu einem Buch, in dem es sich stöbern und in Erinnerungen und kulinarischen Genüssen schwelgen lässt – von Avocadocreme über die berühmte Hamburger Rote Grütze und Tscholent bis Zwetschgenkuchen.«
H. Linde-Lembke, Jüdische Allgemeine

»… mehr als ein Kochbuch … Eine ganz besondere Form der Erinnerungskultur offenbart sich hier und Kochkultur vom Feinsten … Die ansprechenden, immer auf ihre Herkunft bedachten Rezepte sind versammelt in einem schön anzusehenden Buch von internationalem, warmherzigen Flair.«
Museum Aktuell

»Lesend würzen: Im ›Jüdischen Kochbuch aus Hamburg‹ finden sich Rezepte von Hanseaten aus aller Welt. Über die Kulinarik hinaus schafft es Erinnerungen an Vertrautes, vermischt sie mit neuen Identitäten.«
S. Neudecker, ZEIT Elbvertiefung
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