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Autor/-in David Templin Herausgeber/-in Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH)
»Lehrzeit - keine Leerzeit!« Die Hamburger Lehrlingsbewegung 1968 - 1972
Hamburger Zeitspuren Band 9
200 Seiten
15 Abbildungen
Broschur
13 x 20,8 cm
ISBN 10: 3-86218-018-2 ISBN 13: 978-3-86218-018-9 10.00 € Oktober 2011
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Das politische Aufbegehren der Jahre um 1968 war nicht nur eine Sache von Studierenden, sondern erfasste auch Lehrlinge und junge Arbeiter. Das Buch zeichnet die Entwicklung dieser Lehrlingsbewegung, die sich gegen die Verhältnisse in der Berufsausbildung richtete, für Hamburg nach.
Die Lehrlingsbewegung kritisierte die »Ausbeutung« von Auszubildenden und die autoritären Verhältnisse in den Betrieben. Sie bewegte sich dabei im Spannungsfeld zwischen Außerparlamentarischer Opposition und den Gewerkschaften, die die Proteste seit 1969 in neuen Formen der Jugendarbeit zu integrieren versuchten. Neben einer Darstellung der Aktivitäten und der programmatischen Kontroversen der Bewegung stehen das Wirken der Akteure, Auseinandersetzungen in den Betrieben und die Konflikte mit den Gewerkschaftsvorständen im Mittelpunkt. Mit der Untersuchung der »Lehrlingsunruhe« liefert die Studie Anstöße für eine neue Perspektive auf die Protestbewegungen in der Bundesrepublik der späten 1960er und frühen 1970er Jahre.
David Templin ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg und arbeitet zur Jugendzentrumsbewegung in der Bundesrepublik der 1970er Jahre.
»Einen interessanten Blick vermittelt David Templins lokale Studie ... Templin schildert minutiös die Anfänge und späteren Aktivitäten der Hamburger Bewegung, ihre programmatischen Kontroversen und Hauptakteure, den Einfluss rivalisierender linker Gruppierungen auf das Geschehen und die Konflikte mit den Gewerkschaften.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Die Geschichtsschreibung über die 68-er-Revolte erwähnt die Beteiligung junger ArbeiterInnen meist nur am Rande. In seiner Studie untersucht David Templin die Lehrlingsbewegung in Hamburg zwischen 1968 und 1972.«
analyse + kritik
»Die ausgezeichnete Studie … fußt auf breitem Quellenmaterial der Gewerkschaften und verschiedener Archive politischer Gruppierungen in Hamburg … Insgesamt liegt eine quellenfundierte und überzeugend argumentierende Untersuchung vor, die die zeitgenösssischen sozialwissenschaftlichen Studien erweitert und korrigiert und bei den Forschungen zum gesellschaftlichen Wandel in den 1960er- und 1970er-Jahren den Blick auf die Großgruppe der Auszubildenden und auf die Situation in der Berufsausbildung lenkt.«
HSozKult
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