Autor/-in Gerhard Hoch

Die Amtszeit des Segeberger Landrats Waldemar von Mohl
1932–1945
86 Seiten
25 s/w-Abbildungen
Broschur
Format: 17 x 22 cm
ISBN 10: 3-933374-92-8
12.80 €

Artikel vergriffen


<>»Die klare Sonne bringt’s an den Tag« Brüder Grimm

Anlässlich seines Begräbnisses 1966 schien das letzte Wort über den Segeberger Landrat Waldemar von Mohl gesprochen zu sein. Sein Nachruf als »gestandener Demokrat«, als »vorbildlicher Verwaltungsfachmann und Edelmann« und als Christ wurde niemals hinterfragt. Das geschieht nun in diesem Buch – gestützt auf die zugänglichen Quellen. Das Ergebnis ist keine »Demontage« seines Denkmals, wohl aber die Wiederherstellung eines ungeschönten Lebensbildes.

1885 in einer adligen, in Preußen ansässigen Familie geboren und aufgewachsen, in standesgemäßen Schulen gebildet, geprägt durch die Armee des Kaiserreiches, wurde er nach Abschlußss des Studiums in den preußischen Verwaltungsdienst aufgenommen. Trotz manifester innerer Bindung an den kaiserlichen Obrigkeitsstaat wurde er Landrat in der Weimarer Republik. Im »Dritten Reich« bewährte er sich bei der Durchsetzung nationalsozialistischer Politik, auch bei Gewaltmaßnahmen gegen politische Gegner des Regimes. Mit persönlich »sauberen Händen« funktionierte er als williges Werkzeug von Partei und Staat.
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