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Herausgeber/-in Hans-Gerd Winter
»Uns selbst mussten wir misstrauen.«
Die »junge Generation« in der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur
352 Seiten
20 s/w Abbildungen
Broschur
Format: 14 x 23 cm
ISBN 10: 3-935549-17-2 24.80 €
Artikel vergriffen
»Es gibt unter dieser Jugend kaum eigentlich jugendliche Gesichter, dafür aber hohle Wangen, schmale Lippen, ruhige, sehr prüfende Augen, wenig Lachen, viel Ernst.« Ernst Schnabel, 1946
Mit Beiträgen über Autoren in West und Ost, zentralen Debatten, dem literarischen Leben unter anderem in Berlin und Hamburg und den Verflechtungen zwischen Literatur, Printmedien und Rundfunk zeichnet der Band ein facettenreiches Bild der »jungen Generation« zwischen 1945 und 1952.
Nach der Katastrophe von nationalsozialistischer Diktatur und Zweitem Weltkrieg beginnt im besetzten Deutschland eine »junge Generation« zu schreiben, die »nicht aus der Stille von Studierzimmern« kommt, sondern aus dem »bewaffneten Kampf« und »getrennt« ist von den »Älteren durch die Nicht-Verantwortlichkeit für Hitler, von den Jüngeren durch das Front- und Gefangenschaftserlebnis«, durch das »eingesetzte Leben« also (Alfred Andersch). Berühmte Namen wie Wolfgang Borchert, Heinrich Böll oder Arno Schmidt gehören zu dieser Generation. Welches Lebensgefühl vergegenwärtigen sie in ihren Texten, wofür und wogegen schrieben diese »jungen Autoren« und wie? Aus kritischer Distanz werden die Mentalität der Trümmer- und Hungerzeit, die ersten Debatten beispielsweise über die Schuldfrage, den Terror des Nationalsozialismus, Krieg und Kriegsfolgen, die Geschlechterrollen, den Konflikt zwischen älterer und jüngerer Generation aufgearbeitet und Autoren und ihre Werke in Ost und West vorgestellt.
Der Band enthält Beiträge von 21 Literaturwissenschaftlern aus sechs Ländern: Frederik Bandel/ Maike Bartl, Gordon Burgess, Horst Daemmrich, Ursula Heukenkamp, Dagmar von Hoff, Markus Joch, Sigrid Lange, Marianne Lüdecke, Monika Melchert, Horst Ohde, Helmut Peitsch, Ivan Popov, Maja Razboynikova-Frateva, Nikolai Rymar, Marianne Schmidt, Birgitta M. Schulte, Inge Stephan, Alexandre Marius de Sterio, Joachim Szodrzynski und Hans-Gerd Winter.
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