Herausgeber/-in Dirk Schubert
Herausgeber/-in Peter Michelis
Herausgeber/-in Hamburgische Architektenkammer, verantwortlich Hartmut Frank/Ullrich Schwarz

Hamburger und Altonaer Reformwohnungsbau der 1920er Jahre
Vergleichende Perspektiven von Modellen der Moderne
Schriftenreihe des Hamburgischen Architekturarchivs, Bd. 41

340 Seiten
190 Abbildungen
Broschur
Format 19,5 x 25,5 cm
ISBN 10: 3-86218-139-1
ISBN 13: 978-3-86218-139-1
39.90 €
Januar 2021
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Fritz Schumacher und Gustav Oelsner prägten maßgeblich den Hamburger und Altonaer Reformwohnungsbau zwischen 1918 und 1933, bevor sie durch die Nationalsozialisten zwangspensioniert wurden. Ihr Anliegen war die Reform der Großstadt durch gesunde Lebensbedingungen und bessere, aber bezahlbare Wohnungen. Die von ihnen initiierten Reformen waren eingebettet in einen Kontext von wohn- und lebensreformerischen Modellen, von sozialer Verantwortung, Gemeinschaftsgeist und Solidarität. Um sie umzusetzen, arbeiteten sie mit den herausragenden Architekten ihrer Zeit zusammen, u. a. Karl Schneider, Paul und Hermann Frank, Block und Hochfeld, Elingius und Schramm, Hermann Höger, Hans und Oskar Gerson und Friedrich Ostermeyer.

In diesem Buch werden Fragen des Umgangs mit dem baukulturellen Erbe und die Zukunftsfähigkeit des Wohnungsbaus der 1920er Jahre erörtert. Die Beiträge umspannen die Vielfalt der baukulturellen Moderne in Wohnungsbau, Architektur, Freiraumplanung und Schulbau. Mit Beiträgen von: Olaf Bartels, Werner T. Bauer, Olaf Bey, Winfried Brenne, Heino Grunert, Monika Isler Binz, Michael Koch, Claus Kurzweg, Peter Michelis, Roger Popp, C. Julius Reinsberg, Gabriela Rembarz, Joachim Schnitter, Dirk Schubert, Cor Wagenaar und Anna Zülch.

Die Herausgeber: Prof. Dr. Dirk Schubert, HafenCity Universität Hamburg, forscht zu Themen der Stadterneuerung, Stadtplanungs- und Wohnungsbaugeschichte und zum Werk von Fritz Schumacher. Prof. Dr. Peter Michelis, ehem. Professor an der HAW und HafenCity Universität Hamburg, forscht zu Stadterneuerung und Städtebau sowie zu Gustav Oelsner und ist Vorsitzender der Gustav- Oelsner-Gesellschaft.

In Kooperation mit der Fritz-Schumacher-Gesellschaft e.V. und der Gustav-Oelsner-Gesellschaft e.V.

»Bezahlbarer Wohnraum – das ist gerade in Hamburg ein großes Thema. Und das war tatsächlich schon vor 100 Jahren so. Dazu ist gerade ein neues Buch erschienen, ein Sammelband. Gesünder, besser und bezahlbarer – das war nämlich schon der Anspruch der beiden Stadtplaner Fritz Schumacher und Gustav Oelsner in den 1920er Jahren an den Hamburger Wohnungsbau ... Die Augen von Buchherausgeber Peter Michelis strahlen, wenn er über die Arbeiten von Gustav Oelsner spricht ... Wohnen ist ein lebensnotwendiges Bedürfnis. Darum geht es im Sammelband ... Es ist ein Sachbuch, das sich aber verständlich liest, reich bebildert mit 190 Abbildungen ... Im Sammelband stellen die Autoren Fragen nach dem Umgang mit dem baukulturellen Erbe des Hamburger Reformbaus und dessen Zukunftsfähigkeit ... Über 100 Gebäude hat Schumacher zwischen 1909 und 1933 in Hamburg entwerfen und bauen lassen. Noch heute prägen seine dunkelroten Klinkerbauten das Stadtbild. Das Buch ... erzählt, wie Hamburg zu diesen besonderen Gebäuden kam und vergisst dabei nicht das kleinste Detail.«
Lennart Richter, NDR

»In diesem Buch werden Fragen des Umgangs mit dem baukulturellen Erbe und die Zukunftsfähigkeit des Wohnungsbaus der 1920er Jahre erörtert.«
Bausubstanz

»Ein spannender Einblick in eine architektonisch aufregende und bis heute inspirierende Zeit – der 1933 ein jähes Ende gesetzt wurde.«
bei uns

»Dieses Buch kommt genau zur richtigen Zeit ... Es ist ein ebenso wichtiges Anliegen, zu beleuchten, wie zukunftsfähig der fortschrittliche Wohnungsbau von einst in unserer heutigen Zeit ist – und auch, ob heutige Planer*innen etwas aus dieser Geschichte lernen können. Die Herausgeber schrecken dabei auch nicht vor klaren Worten über unsere gegenwärtige Situation zurück ... Bemerkenswert ist, wie weit das Spektrum des Bandes ist.«
Claas Gefroi, DAB

»Gemeinsames Wohnen zu erschwinglichen Mieten: Die 1920er-Jahre hatten auf die Frage, wie wir wohnen und bauen sollten, konkrete und erfolgreiche Antworten. In Hamburg klappte die Reform des Wohungsbaus besonders gut. Das zeigt eine neue Publikation.«
Bettina Maria Browosky, taz

»Vorgelegt wird der aktuelle Forschungsstand zum Reformwohnungsbau der 1920er-Jahre in 17 wissenschaftlichen Artikeln ... Ergänzend zu den hier auch durch Bild- und Planmaterial eingehend beschriebenen Hamburger und Altonaer Reformmodellen werfen weitere Kapitel einen vergleichenden Rückblick auf andere städtische Konzepte der Zeit in Berlin, Frankfurt, Zürich und Wien. Die Betrachtung der somit neu eingeordneten Hamburger Moderne ist ebenso lohnenswert wie relevant. Dies ist ein unbedingt lesenwerter Neuzugang zur regionalen Wohnbauforschung.«
AIT
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