Autor/-in Rainer Hering

Vom Seminar zur Universität
Die Religionslehrerausbildung in Hamburg zwischen Kaiserreich und Bundesrepublik
234 Seiten, 73 s/w- Abbildungen, Broschur, 15 x 21 cm
ISBN 10: 3-930802-40-6
17.80 €
1997
in den Warenkorb


Der Religionsunterricht in den Schulen bietet immer wieder Stoff für Konflikte, weniger Beachtung in der Öffentlichkeit hingegen fand bislang die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern für dieses Schulfach. Für Hamburg, das schon um die Jahrhundertwende als »unkirchlichste Stadt« des Reiches bezeichnet wurde, wird nun erstmals auf der Grundlage bislang unausgewerteter Quellen die Religionslehrerausbildung vom Kaiserreich bis zur Bundesrepublik dargestellt.

Seit 1872 fand die Ausbildung von Lehrkräften für Volksschulen an Lehrer- und Lehrerinnenseminaren statt und wurde 1926 – wie von den Lehrenden und der sozialdemokratischen Fraktion gefordert – an die Universität verlagert. Vor allem die sozialdemokratische Seite wollte den Einfluß der Kirche zurückdrängen. Die Nationalsozialisten richteten 1936 eigene »Hochschulen für Lehrerbildung« und ab 1941 Lehrer- und Lehrerinnenbildungsanstalten ein. Ab 1945 wurden angehende Lehrer wieder an der Universität ausgebildet. Das Buch schildert die Ausbildung im Fach Religion von den Seminaren bis zur Eröffnung der Theologischen Fakultät 1954 und ordnet sie in die politischen, wirtschaftlichen und kirchlichen Rahmenbedingungen ein.
drucken